Trendziel Mongolei


Lust auf Abenteuer?



Landstriche wie zu Dschingis Khans Zeiten, Tee mit Yak-Butter, rustikale Jurten, endlose Weiten voll Stille – kaum ein Urlaubsort fasziniert Erholungswillige derzeit so wie die Mongolei.

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„Fang nichts an, solange du Angst davor hast.
Und wenn du einmal angefangen hast, hab‘ keine Angst.“


Dieses alte Sprichwort aus der Mongolei könnte man jedem Abenteurer mit auf den Weg geben, der plant, zum allerersten Mal in das raue Land zu reisen, in dem einst Dschingis Khan herrschte. Denn in der Steppe Zentralasiens ist man fernab von unserer gewohnten westlichen Infrastruktur mit befestigten Straßen, Mobilfunknetz und Straßencafés WLAN. Wer diese Reise wagt, muss sich umstellen: Gerade außerhalb größerer Städte wie Ulan-Bator oder Erdenet gehören holprige Buckelpisten, schlechte Telefonverbindungen und mangelnde medizinische Versorgung zur gelebten Normalität. Für diese Strapazen werden Besucher der Mongolei allerdings reich belohnt - mit einigen der wohl aufregendsten Landschaften unseres Planeten: Schneebedeckte Gipfel, dichte Wälder, karge Prärien und die Wüste Gobi.

Gerade diese unwirtlichen Bedingungen inspirierten nicht nur die Organisatoren der Berliner Tourismusmesse ITB, die die Mongolei 2015 zum offiziellen Gastland gewählt hatten. Auch Lasse Holger Mitterhusen, Creative Director von Baldessarini, hat für die Herbst/Winter-Kollektion 2016/2017 aus dem einfachen Leben der Nomadenvölker zahlreiche Anregungen für seine Entwürfe geschöpft. Die Farben und Materialien der landestypischen Jurten (große, runde Zelte) und Pferdesättel griff der Designer für seine entspannt-eleganten Looks ebenso auf wie den Verweis auf die unvernetzte Lebensart der Steppe.

Für westliche Besucher gibt es in der Mongolei mittlerweile zwar eigenständige Zeltcamps, die speziell für Touristen errichtet wurden. Deren Komfort ist jedoch dem der einfachen Unterkünfte der Einheimischen ähnlich. Und auch die Verpflegung erweist sich in den meisten Fällen als urig: Rindfleisch, Lamm, Fisch, Kartoffel- und Reisgerichte sowie Milchspeisen stehen auf der übersichtlichen Menükarte. Wer es deutlich bequemer mag, der checkt im Hotel Shangri-La in Ulan-Bator ein.

Reisende, die sich fit im Sattel fühlen, sollten bei den ansässigen Nomaden ein Pferd mieten. Denn wer am Ende eines anstrengenden Tages gemütlich in den Sonnenuntergang reitet, fühlt sich unweigerlich in die Netflix-Serie „Marco Polo“ versetzt – ganz ohne Internetanschluss.