Seitenweise Sehnsucht


Acht Bildbände mit Fernweh-Faktor



Urlaub fürs Auge hat definitiv Vorteile. Kein Kofferpacken, kein Schlangestehen, keine gewöhnungsbedürftige Küche – und bessere Fotos, als man sie selbst je geknipst hätte. Blättern Sie sich ganz weit weg.

„Wir möchten Sie nun bitten, Ihre Tische hochzuklappen …“ Können Sie noch zählen, wie oft Sie diesen gut gemeinten, aber auch zum Haareraufen nervigen Floskel-Kanon bereits über sich ergehen lassen mussten? Von der nächtelangen Sucherei nach Zielen, Hotels und Mietwagen, die genügend Reisende mit „Daumen hoch“ bewertet haben, ganz zu schweigen. Wir entdecken trotz aller Hürden und Strapazen gern selbst unseren tollen Planeten, doch manchmal ist es auch herrlich entspannend, andere reisen und uns davon berichten zu lassen. Beispielsweise in diesen acht Bildbänden, die Lust auf den nächsten Trip in die Ferne machen.

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„In The Spirit Of Rio“
Nach den Olympischen und Paralympischen Spielen scheint am Zuckerhut wieder der Alltag die Oberhand zu gewinnen, wenn man vom Karneval mal absieht. Und wo, wenn nicht an einem der unzähligen Sandstrände kann man Raum und Zeit schneller vergessen als hier? Schon beim Durchblättern von „In The Spirit Of Rio“ überlegt das Gehirn, wo man den Reisepass deponiert hat und wo die Badehosen liegen. Der brasilianische Autor Paulo Coelho hätte es in seinen Vorwort jedenfalls nicht treffender zusammenfassen können: „Once you have been in Rio, you can never live without.“
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„Schönheit Erde“
Seit 25 Jahren ist der Naturfotograf Markus Mauthe nun schon auf der ganzen Welt unterwegs, um die Natur und ihre einzigartige Landschaft mit seiner Kamera einzufangen. Ganz so viel Zeit kann zwar kaum jemand für den Urlaub einplanen, die Orte im Bildband „Schönheit Erde“ eignen sich jedoch auch für kürzere Trips. Ob zu den teilweise zehn Meter hohen Säulenkakteen in Bolivien oder um auf einem der 220 längst erloschenen Vulkankrater der Sukhbaatar-Aimag-Region in der Mongolei zu stehen.
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„Escapes – Winter“
Normalerweise sind Straßen vor allem dafür bekannt, dass sie die Landschaft ruinieren. Wie gesagt: normalerweise. Nicht so jene, die Autor und Fotograf Stefan Bogner für den Bildband „Escapes – Winter“ aufgespürt und für uns eingefangen hat. Geradezu nahtlos schlängelt sich etwa ein schmaler Asphaltstreifen durch die schneebedeckten Hügel der Großglockner-Hochalpenstraße. Dass auch der Winter etwas für lange Touren mit dem Sportwagen (nebst Schneeketten!) ist, wäre damit wohl eindeutig bewiesen.
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„Überirdisch: Die Schönheit der Welt in Drohnenfotografie“
Spion, Spielzeug, geflügelter Postbote – und seit Neuestem auch Fotograf: Hier geht es nicht um einen neuen Superhelden, gemeint ist eine Drohne. Trotzdem schwingt ein wenig James Bond mit beim Anblick der Fotos in „Überirdisch“. Für diesen Bildband überließen Profis ihre Kameras den umstrittenen Roto-Wesen und schickten sie über Meere, Berge und auf Augenhöhe mit Wolkenkratzern. Quasi eine Begegnung der dritten Art!
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„Island – die unvollendete Insel“
Während der Fußball-EM sorgte die isländische Nationalmannschaft mit ihren Schlachtrufen wie „Wir sind Wikinger. Wir haben vor niemandem Angst!“ für weltweites Aufsehen. Ihre Heimat steht dem an Dramatik in nichts nach: etwa mit Thermalquellen mitten in der Natur, Nordlichtern oder der acht Kilometer langen Vulkanschlucht Eldgjá. Die Liste ist endlos und hätte womöglich auch den Umfang des Bildbandes „Island – die unvollendete Insel“ gesprengt. Fortsetzung folgt hoffentlich!
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„The Great Wide Open“
Hastende Menschenmassen, vorbeirauschende U-Bahnen und hupende Taxis: Das atemlos pulsierende Leben der Großstadt sucht man in diesem Bildband vergeblich. Stattdessen erwartet einen in „The Great Wide Open“ Natur pur, fernab jeglicher Zivilisation. Etwa die einsamen Gletscherlandschaften Islands und die kargen Lofoten-Küsten von Norwegen. Handy aus, Bildband aufgeklappt, kurz durchatmen und rein ins Abenteuer!
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„100 Getaways rund um die Welt“
Wer unter akutem Fernweh leidet, sollte den Doppelbildband „100 Getaways rund um die Welt“ besser mit Vorsicht genießen. Auf den 720 Seiten versammeln sich nämlich die sehenswertesten Hotels von Argentinien bis Vietnam. Was nur noch fehlt, ist die Antwort auf die Frage, ob es die edle Villa Feltrinelli am Gardasee oder das Juvet Hotel mit Outdoor-Feeling sein darf. Gar nicht so leicht. Immer diese Entscheidungen…
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„Nordic: A Photographic Essay of Landscapes, Food and People“
Wenn sich Sternekoch Magnus Nilsson nicht gerade ein neues Rezept für das Restaurant „Fäviken Magasinet“ in Schweden ausdenkt, zieht es ihn vor allem hinter die Kamera. Für „Nordic“ reiste der 32-Jährige von Dänemark bis Norwegen, um nicht nur die Landschaft, sondern auch gleich die Rezepte und Menschen der Städte festzuhalten. Ein Stop auf der kulinarischen Reise durch den Norden: eindeutig das Fäviken, das sich momentan auf Platz 25 der 50 besten Restaurants weltweit befindet und in der Netflix-Serie „Chef’s Table“ eine eigene Folge bekam.
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Fotos: Delius & Klasing (Escapes Winter) und Taschen Verlag (100 Getaways Volume 2)